Schanzenanlagen

Nach Neubau und Modernisierung in den Jahren 2013 bis 2015 präsentieren sich die Skisprungschanzen im Kanzlersgrund in neuem Gewand. Fotos: TWZ

Schanzenanlagen in Oberhof 

Jugendschanze HS 70 am Wadeberg.

Die erste Schanze in Oberhof entstand 1906 und lag an der Tambacher Straße. 1908 wurde dann mit der „Thüringenschanze“ die erste Schanze am Wadeberg errichtet. Diese wurde 1951/52 völlig neu gebaut und 1954 mit Matten belegt. Auf ihr fand das erste Mattenspringen der Welt statt. Erfinder der Plastikmatten war DDR-Nationaltrainer Hans Renner (Zella-Mehlis), nach dem die heutige Großschanze (HS 140) im Kanzlersgrund benannt wurde. Die ursprünglich aus dem Jahr 1961 stammende Großschanze wurde 1979 erstmals mit Matten belegt. In den Jahren 1984 bis 1987 wurde eine weitere Schanze als Normalschanze (70-Meter-Schanze) errichtet.

Im November 2011 wurde die Modernisierung des Aufsprunghangs der Großschanze, sowie eine komplette Sanierung und Vergrößerung der Normalschanze auf HS 100 beschlossen. Im Frühjahr 2013 begannen die Umbauarbeiten. Die Normalschanze (K90) wurde abgerissen und komplett neu gebaut. Beide Schanzen erhielten einen modernen Anlauf aus Keramikmaterial, der im Winter gekühlt werden kann und dann über eine Eisspur verfügt. Außerdem wurden die Ausläufe beider Schanzen zu einem Aufsprunghang verbunden. Alle Schanzen sind mit Matten belegt, was eine ganzjährige Nutzung ermöglicht. Am 13. Oktober 2014 machte Philipp Blaurock den ersten Sprung auf der nun mit Keramik-Anlaufspur ausgestatteten „Rennsteig-Schanze“ (HS 100) auf 101 Meter. Die „Hans-Renner-Schanze“ (HS 140) wurde im Juli 2015 fertiggestellt und durch Juliane Seyfarth mit einem 114-Meter-Sprung eingeweiht. Im September 2018 erfolgte die Fertigstellung des neuen Kampfrichterturmes, dessen dreifarbigen, zum Teil gerundeten Steckfalzpaneele perfekt mit dem Design der Normalschanze harmonieren.

Die Holzschanzen am Wadeberg – die allein zu den DDR-Meisterschaften im Februar 1951 über 120.000 Zuschauer nach Oberhof lockten – sind mittlerweile nicht mehr zu bestaunen. Mit der K 66 wurde im Frühjahr 2017 die letzte der legendären Anlagen abgerissen. Der Neubau der Jugendschanze am Wadeberg (HS 70) wurde nach lediglich acht Monaten Bauzeit planmäßig Mitte Dezember 2018 abgeschlossen und für den Winterbetrieb freigegeben. Im Frühjahr 2019 folgt die Verlegung der Aufsprunghang-Matten, um eine moderne ganzjährige Trainingsanlage anbieten zu können. Die Jugendschanze gilt als wichtiges Bindeglied zwischen den kleinen Schanzen in den Vereinen und dem Oberhofer Sportgymnasium (Leistungssport).

Aktuell verfügt Oberhof über zwei Schanzenanlagen:

Schanzenanlage im Kanzlersgrund

Schanze Kanzlersgrund HS 140 (Großschanze „Hans Renner“)

K-Punkt:                      120 m
Jury-Weite:                  140 m
Schanzenrekord:         147 m (Anssi Koivuranta/FIN)
Tischwinkel:                 11°
Aufsprungwinkel:         35°
Anlauflänge:                92,69 m
Baujahr:                      1959-1961
FIS Schanzenprofilbestätigung HS 140

Schanze Kanlzersgrund HS 100 (Normalschanze)

K-Punkt:                      90 m
Jury-Weite:                 100 m
Schanzenrekord:        106 m
Tischwinkel:                11°
Aufsprungwinkel:        35°
Anlauflänge:               88,16 m
Baujahr:                      2012-2014
FIS Schanzenprofilbestätigung HS 100


Beförderung: Doppelsessellift mit Berg- und Talstation

Seilbahntyp:                 2-CLF
Höhe Talstation:           738 m
Höhe Bergstation:        842 m
Schräge Länge:           305 m
Fahrgeschwindigkeit:   1,5 m/s
Baujahr:                       2015

Schanzenanlage am Wadeberg

Jugendschanze HS 70 (Neubau)

K-Punkt:                      64 m
Jury-Weite:                 70 m
Schanzenrekord:        –
Tischwinkel:                10,7°
Aufsprungwinkel:        34,5°
Anlauflänge:               76,32 m
Baujahr:                      2018
DSV Schanzenprofilbestätigung HS 70

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