Erfolgreiche Stairrun-Premiere im Kanzlersgrund

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Feuer und Flamme: In Vollmontur - die einem Zusatzgewicht von satten 30 Kilogramm entspricht - geht es für die Firefighter über 700 Stufen bergauf. Foto: Christian Heilwagen

Zwei Sportler, über 120 Höhenmeter, ein Ziel: Der Berliner Firefighter Stairrun ist einer der beliebtesten und zugleich verrücktesten Feuerwehr-Wettkämpfe überhaupt. Da jedoch auch dieses Jahr nicht an eine teilnehmerstarke Vor-Ort-Durchführung zu denken war, wurde die kräftezerrende Challenge kurzerhand virtuell ausgetragen und auf zahlreiche Orte deutschlandweit verteilt. Die imposanteste Stairrun-Premiere gab es dabei in Oberhof.

Oberhof - Hoch hinaus ging es am Samstag - wortwörtlich - bei der Firefighter-Stairrun-Premiere auf der LOTTO Thüringen Schanzenanlage im Kanzlersgrund. 13 Zweier-Teams aus Thüringen und Bayern traten an, um in Vollmontur und mit angeschlossenem Pressluftatemgerät die Spitze der imposanten Großschanze "Hans Renner"  (HS 140) zu erklimmen. 

Wille, Leidenschaft und allen voran Teamwork standen und stehen hier im Vordergrund. Doch auch ein ernster Hintergrund wird mit dem kräftezerrenden Höhenritt verfolgt. "Wenn die Drehleiter nicht ausreicht, dann heißt es nur noch Sachen schnappen und los - zu Fuß", sagt Organisator Marco Juffa vom TFA-Team Mitte, der mit seiner Stairrun-Idee auch das Team des Thüringer Wintersportzentrums schnell zu überzeugen wusste. 

Vorbild für den Wettkampf im Oberhofer Kanzlersgrund ist der Berliner "Firefighter Stairrun", der alljährlich bis zu 400 Zweierteams aus aller Herren Ländern am Berliner Alexanderplatz versammelt, um in Rekordzeit das Dach des 110 Meter hohen Park Inn Hotels zu erklimmen. 39 Etagen, 770 Stufen - allein diese Zahlen sorgen bei so mancher Einsatzkraft für schwere Beine. 

Fortsetzung bereits terminiert

Allein die über 700 Stufen zählende Stahltreppe entlang der „Hans Renner Schanze“ übertrifft durch ihr Trittmaß die geforderten 39 Etagen des Park Inn Hotels. Gesellt sich dazu final die 120 Stufen zählende Schanzenturm-Treppe hinauf zum Absprung, werden auch die 770 Hauptstadt-Stufen „überflügelt“ – ein traumhafter Ausblick über den Thüringer Wald inklusive.

Die schnellste Zeit liefen übrigens Eric Sporschill und Pascal Dausel von der Freiwilligen Feuerwehr Erfurt. Sie bezwangen die Treppe in voller Feuerwehrausrüstung - einem Zusatzgewicht von stolzen 30 Kilogramm pro Starter - in 8:25 Minuten. 

Nach der erfolgreichen Premiere waren sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer einig, dass eine Fortsetzung der "atemraubenden" Challenge ein absolutes Muss ist. Gesagt, getan: Am 9. April 2022 wird es wieder heiß hergehenen im Oberhofer Kanzlersgrund - dann hoffentlich im Beisein von zahlreichen Zuschauern und weiteren Teams, die sich trotz brennender Oberschenkel mit einer unvergleichbaren Aussicht über den Thüringer Wald belohnen dürfen. rk/tg