Lichtblick am Thüringer Biathlon-Himmel

Gesamtsieg im IBU-Cup und Weltcup-Debüt: Biathletin Vanessa Voigt (WSV Rotterode) kann stolz auf eine mehr als gelungene Saison 2020/21 zurückblicken. Fotos: R. Knoll

Sieg im IBU-Gesamtweltcup, zwei gewonnene Einzelwertungen, Weltcup-Debüt: Für Biathletin Vanessa Voigt lief die zurückliegenden Saison sprichwörtlich wie am Schnürchen. Trotz einer hartnäckigen Schulterverletzung fand die 23-jährige Athletin des WSV Rotterode zurück in die Spur und feierte letztlich völlig verdient den bislang größten Erfolg ihrer noch jungen Karriere.

Oberhof - Sichtlich stolz kann Vanessa Voigt auf die massiven drei Glaspokale blicken, die sie im zurückliegenden Winter einheimste. Platz 1 in der IBU-Cup-Einzelwertung, Platz 1 in der Verfolgung und der mehr als verdiente Gesamtsieg 2020/21 sind Lohn für eine bemerkenswerte Saison, die - allerdings - nicht schlechter hätte beginnen können. "Der Schmerz kam wie aus dem Nichts", sagt Vanessa Voigt rückblickend über eine komplexe Schulterverletzung mit anschließender OP, durch die ihre Saison-Vorbereiung sowie die ersten nationalen Wettkämpfe gänzlich zum Erliegen kamen. "Gerade am Folgetag einer Belastung konnte ich meinen rechten Arm gar nicht mehr richtig heben."

Umso höher sind Wille und Kampfgeist einzustufen, mit denen sich die 23-Jährige auf die internationale Wettkampfbühne zurückkämpfe und letzlich sogar souverän den Gesamtsieg im IBU-Cup einfuhr. Mit mehr als 100 Punkten Vorsprung setzte sich die gebürtige Seligenthalerin letzlich gegen ein Trio aus Norwegen durch. Der Lohn: Die ersten Weltcup-Einsätze im tschechischen Nove Mesto na Morave (Sprint) und im schwedischen Östersund (Sprint und Verfolgung). "Da weht schon ein anderer Wind", sagt Vanessa Voigt mit einem kleien Grinsen und ergänzt: "Es sind Lernprozesse. Erst beim letzten Rennen bin ich wesentlich befreiter gelaufen." Und das mit Erfolg, verbesserte sich die 1,75 Meter große Thüringerin doch noch sensationell um 32 Plätze vom 57. (Sprint) auf den 25. Rang und ließ dabei Athletinnen des Kalibers Lisa Vitozzi (Italien) und Denise Herrmann hinter sich.

Für Weltcup-Auftakt gesetzt

In den kommenden Wochen steht für die sympathische Zollbeamtin nun Regeneration auf der Agenda, ehe ab Anfang Mai die schweißtreibene Vorbereitung startet. Für die lädierte Schulter ist zudem ein gesondertes Reha-Programm avisiert. Die Vorfreude auf die nächste Saison ist Vanessa Voigt allerdings schon jetzt anzumerken. Kein Wunder, schließlich ist Thüringens Nachwuchshoffnung für den Weltcup-Auftakt im finnischen Kontiolathi bereits gesetzt.

Tipp: Wer mehr über Biathletin Vanessa Voigt erfahren will, sollte am Karsamstag (3. April 2021) das MDR - Thüringen Journal (ab 19 Uhr) einschalten, denn dann wartet - nach aktueller Planung - ein kleines Portrait über die Thüringer Nachwuchshoffnung. (rk)
 



Steckbrief:
  • Name: Vanessa Voigt
  • Verein: WSV Rotterode e.V.
  • Geburtstag: 7. Oktober 1997
  • Geburtsort: Schmalkalden
  • Größe: 175 cm
  • Beruf: Zollbeamtin
  • IBU-Cup-Debüt: 2019
  • Weltcup-Debüt: 2021