Oberhof (02.04.2026) – Die Wintersaison 2025/26 in Oberhof ist Geschichte – zumindest offiziell. Während sich in den Sportstätten noch letzte Schneereste halten, läuft der Betrieb am Stützpunkt Oberhof bereits nahtlos weiter. Statt Verschnaufpause heißt es: Fokus auf Sommerbetrieb, Modernisierung und Zukunftsfähigkeit.
Die Bilanz des Winters kann sich sehen lassen: In der LOTTO Thüringen EISARENA wurden in 21 Betriebswochen über 25.000 Fahrten gezählt. Die überdachte Startanlage sicherte sogar über 31 Wochen hinweg konstante Trainingsbedingungen auf Eis. Auch der LOTTO Thüringen SNOWPARK am Fallbachhang bestätigte mit mehr als 30.000 Besucherinnen und Besuchern an 85 Betriebstagen seinen Status als Publikumsmagnet. Ergänzt wurde das Angebot durch die durchgängig stark frequentierte Skisport-HALLE, die von Spitzen-, Nachwuchs- und Breitensport gleichermaßen genutzt wurde.
Ein besonderes Ausrufezeichen setzte zudem die LOTTO Thüringen Schanzenanlage im Kanzlersgrund: Mit der Normalschanze HS100 war sie bereits Mitte November 2025 die erste betriebsbereite Schanze Deutschlands und zählte mit dem Finale des Alpencups der Nordischen Kombinierer im März 2026 zu den letzten aktiven Anlagen im bundesweiten Winterbetrieb.
Ganzjahresnutzung im Fokus
Eine echte Pause gibt es in Oberhof dennoch nicht. „Unsere Anlagen sind ganzjährig im Einsatz – entsprechend nutzen wir die kommenden Monate gezielt für Instandhaltung und nachhaltige Modernisierung“, erklärt Sylvia Böhm, Geschäftsführerin des Zweckverbandes Thüringer Wintersportzentrum. Gemeinsam mit Fördermittelgebern von Bund und Freistaat, Planern, Projektsteuerern und Bauunternehmen sowie in enger Abstimmung mit dem organisierten Sport sollen Maßnahmen so umgesetzt werden, dass Trainings- und Wettkampfbetrieb möglichst wenig beeinträchtigt werden.
Für 2026 stehen zahlreiche Projekte auf dem Plan: In der EISARENA werden das Dach des Maschinenhauses saniert und die Bankettbereiche der Fahrstraße instandgesetzt. Am Fallbachhang werden im BIKE- und SNOWPARK die gastronomischen Einrichtungen an der Talstation baulich weiterentwickelt. Auch die Skisport-HALLE wird modernisiert. Geplant sind Verbesserungen bei Umkleide- und Wachsräumen sowie eine Aktualisierung der Sicherheitsbeleuchtung.
Im Kanzlersgrund liegt der Fokus auf dringend notwendigen Erneuerungen: Der Kunstrasenbelag und die Banden im Auslauf werden ersetzt, die Schneedepotfläche wird befestigt und technisch optimiert. Zusätzlich werden die Abdeckungen entlang der Anlaufspur der Normalschanze HS100 erneuert und ebenfalls mit neuem Kunstrasen ausgestattet.
Sporthallen-Sanierung angepasst
Zeitlich verschoben wird hingegen die Sanierung des Hallenbodens in der Dreifelderhalle. Die Maßnahme ist Teil einer umfassenden energetischen Modernisierung, deren komplexe Planung eine Fertigstellung bis Herbst 2026 nicht zulässt. Da die Halle im Winterbetrieb unverzichtbar ist, wurde der Bauzeitraum in Abstimmung mit den Fördermittelgebern auf Frühjahr 2027 verlegt. Die energetische Sanierung der Gebäudehülle startet jedoch wie geplant bereits vorher.
Oberhof bleibt damit auch über die Wintersaison hinaus ein leistungsstarker und zukunftsorientierter Standort für den Spitzensport – ohne Stillstand, dafür mit klarem Blick nach vorn. (rk)
