Rennrodelverband zieht positives Weltcupfazit 

Road to 2023: Thüringens Vorzeige-Rennrodler Johannes Ludwig sichert sich in Oberhof souverän den Sieg im Gesamtweltcup. Foto: Sven Schmutzler
Road to 2023: Lokalmatador Rennrodler Johannes Ludwig sichert sich beim Heimweltcup in der LOTTO Thüringen EISARENA Oberhof souverän den Sieg im Gesamtweltcup. Foto: S. Schmutzler

Dreimal Gold, dreimal Silber, zweimal Bronze: Die deutsche Bilanz beim 8. Eberspächer Rennrodel-Weltcup in Oberhof kann sich mehr als sehen lassen. Mit Blick auf die Rennrodel-Weltmeisterschaften vom 23. - 29. Januar 2023 verlief die Generalprobe in der im Umbau befindlichen LOTTO Thüringen EISARENA verheißungsvoll.

Oberhof - Der Thüringer Schlitten- und Bobsportverband (TSBV) zieht sowohl sportlich als auch organisatorisch ein positives Weltcupfazit. Verbandspräsident Andreas Minschke dazu:  

„Unsere Sportlerinnen und Sportler vom Bundesstützpunkt in Oberhof präsentieren sich bereits in Olympiaform. Der Freistaat Thüringen kann schon jetzt voller Stolz auf die Athletinnen und Athleten aus dem Thüringer Wald sein, die in Peking an den Start gehen werden. Nicht zuletzt unser Weltcup hat gezeigt, dass wir kontinuierlich Spitzenleistungen liefern. Beachtlich sind auch die Resultate unser Newcomer. Abseits der sportlichen Leistungen hat der TSBV als Ausrichter - trotz schwerer Rahmenbedingungen und dem pandemiebedingten Fehlen von Zuschauern - erneut einen internationalen Wettkampf auf höchstem Niveau durchgeführt. Dafür gilt mein Dank allen haupt- und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, sowie dem gesamten Team des Zweckverbandes Thüringer Wintersportzentrum Oberhof.   

Schon jetzt haben wir die WM im kommenden Jahr fest im Fokus. Die Rahmenbedingungen, die uns die Landesregierung mit den zukunftsweisenden Investitionen in die Sportstätten zur Verfügung stellt, sind erstklassig. Weit über 2023 hinaus haben wir damit eine Basis für die Zukunft des Rennrodelsports. Es ist nun an uns, als Ausrichter daran zu arbeiten, die Abläufe final abzustimmen. In allen wesentlichen Bereichen sind wir bereits jetzt bereit für die WM.  

Mit Blick auf die Pandemie haben wir die Hoffnung, in 2023 wieder Zuschauer begrüßen zu können. Jedoch hilft es nichts, die Augen vor einem möglichen Worst-Case-Szenario zu verschließen. Als Verband werden wir nach den Olympischen Spielen eine Arbeitsgruppe etablieren, die gezielt verschiedene Möglichkeiten der Zuschauereinbindung unter Berücksichtigung einer pandemischen Lage erarbeitet. Welttitelkämpfe ohne Fans sind für uns als Wohnzimmer des Rennrodelsports schwer vorstellbar.“ (sle)
 



WELTCUP-ERGEBNISSE | OBERHOF (15./16.01.22)


Frauen
  1. Madeleine Egle (Österreich) 1:24,074 Min. (41,994 Sek./ 42,080 Sek.)
  2. Julia Taubitz (Oberwiesenthal) +0,020 Sek. (42,110/41,984)
  3. Anna Berreiter (Berchtesgaden) +0,265 (42,208/42,131)
  4. Natalie Geisenberger (Miesbach) +0,276 (42,188/42,162) 
  5. Cheyenne Rosenthal (Winterberg) +0,446 (42,192/42,328)
  6. Hannah Prock (Österreich) +0,460 (42,200/42,334)
     
Männer
  1. Johannes Ludwig (Oberhof) 1:25,069 Min. (42,554 Sek./ 42,515Sek.)
  2. Max Langenhan (Friedrichroda) +0,304Sek. (42,714/42,659)
  3. Felix Loch (Berchtesgaden) +0,316 (42,721/42,664)
  4. Nico Gleirscher (Österreich) +0,412 (42,727/ 42,754)
  5. Wolfgang Kindl (Österreich) +0,451 (42,748/42,772)
  6. Jonas Müller (Österreich) +0,553 (42,812/42,810)
     
Doppelsitzer
  1. Toni Eggert/Sascha Benecken (Ilsenburg/Suhl) 1:22,651 Min. (41,331 Sek./41,320 Sek.)
  2. TobiasWendl/TobiasArlt (Berchtesgaden/Schönau) +0,316 Sek. (41,491/41,476)
  3. Emanuel Rieder/Simon Kainzwaldner (Italien) +0,451 (41,554/41,548)
  4. Thomas Steu/Lorenz Koller (Österreich) +0,488 (41,562/41,577)
  5. Andris Sics/Juris Sics(Lettland) +0,492 (41,590/41,553)
  6. Ludwig Rieder/Patrick Rastner (Italien) +0,674 (41,633/41,692)
     
Team-Staffel
  1. ​​Deutschland (Taubitz, Ludwig, Eggert/Benecken) 2:21,536 Min.
  2. Lettland (Elina Vitola, Aparjods, Sics/Sics) +0,535 Sek.
  3. Österreich (Egle, Gleirscher, Steu/Koller) +0,541
  4. Italien +0,810
  5. Russland +1,033
  6. Slowakei +2,385