Weltcup-Chefs einig: "Feuertaufe" geglückt

Nach der erfolgreichen Durchführung des EBERSPÄCHER Rennrodel-Weltcups Mitte Dezember sowie des BMW IBU Weltcup Biathlon in der Vorwoche ziehen Rennrodel-OK-Chef Uwe Theisinger und Biathlon-OK-Leiter Thomas Grellmann eine positive Halbzeitbilanz. Für Sportstättenchef Dr. Hartmut Schubert liegt der Schlüssel zum Erfolg nicht zuletzt in der verbesserten Kommunikation unter den Akteuren sowie mit den nationalen und internationalen Sportfachverbänden.

Oberhof - Drei Akteure, zwei Weltcups, ein Ziel: Bei der virtuellen Medienkonferenz im Vorfeld einer Oberhofer Weltcup-Woche, die erstmals die Biathlon- und Rennrodel-Elite am Grenzadler vereint, ziehen Sportstättenchef Dr. Hartmut Schubert sowie die OK-Chefs Thomas Grellmann (Biathlon) und Uwe Theisinger (Rennrodeln) in puncto Wettkampftauglichkeit der WM-Sportstätten ein positives Halbzeitfazit. "Wir haben trotz so mancher Sorgenfalte im Vorfeld zwei erfolgreiche Weltcups – sowohl im Dezember bei den Rennrodlern als auch bei den Biathleten – hinter uns. Hut ab vor meinem Team, den beiden OKs und allen Helfern", sagt Dr. Hartmut Schubert. 

Als Selbstverständlichkeit werden die aktuellen Weltcups bei den Oberhofer Akteuren ohnehin nicht betrachtet. Im Gegenteil. "Da wir bis zum praktisch letztmöglichen Tag den Umbau vorangetrieben haben, war bereits der Weg zu den Weltcups recht sportlich und blieb mit Blick auf die jeweilige „Feuertaufe“ spannend. Die Homologierung der Bahn fand Anfang Dezember statt, bereits wenige Tage danach folgte der Rennrodel-Weltcup auf frisch vereister Bahn. Ähnlich verhielt es sich bei der Präparierung des neuen Streckennetzes in der ARENA", so Schubert weiter. Der große Vorteil: Sowohl in der LOTTO Thüringen ARENA am Rennsteig, als auch in der LOTTO Thüringen EISARENA erfolgten sämtlich Maßnahmen in enger Abstimmung mit den internationalen Spitzenverbänden IBU und FIL.

"Ein großes Dankeschön gebührt hier natürlich auch dem Landratsamt Schmalkalden-Meiningen und den jeweiligen Behörden", sagt Uwe Theisinger, der mit den Neuerungen an der nunmehr 50-jährigen "Grande Dame" mehr als zufrieden ist: "Klar, die neuen Abläufe und Passagen müssen sich erst festigen, die Prozesse im Kopf teilweise neu programmieren – aber insgesamt ist das Resümee der Sportler und Trainer sehr gut.“

Der Schlüssel zum Erfolg

Biathlon-Chef Thomas Grellmann verweist indes auf den aktuellen Einsatz der Helferinnen und Helfer, die für einen erfolgreichen Weltcup – egal ob beim Biathlon oder Rennrodeln – der maßgebliche Schlüssel zum Erfolg sind. „Durch das strenge, aber sehr effektive Schutzkonzept haben wir die Helferanzahl in etwa halbieren müssen. Ich bitte alle um Verständnis, die in diesem Jahr ihre Hilfe angeboten haben und nicht vor Ort sein können. In einem normalen Weltcup mit vollen Rängen und natürlich mit Blick auf die WM 2023 sind alle Helferinnen und Helfer wichtig.“

Welche Begeisterung die Oberhofer Weltcups bei den Wintersportfans auslöst, bestätigen die Einschaltquoten der beiden zurückliegenden Weltcups eindrucksvoll. Bis zu 2,5 Millionen Zuschauer verfolgten die Rennrodel-Rennen im Dezember, die Premiere der Single-Mixed-Staffel verfolgten am vergangenen Sonntag sage und schreibe über 4,8 Mio. Biathlon-Fans. „Und da sind die internationalen Zahlen noch gar nicht involviert“, sagt Schubert und ergänzt: „Es wird aktuell viel über Kosten geschrieben und spekuliert, der Werbewert der Weltcups wird dabei allerdings zu selten gesehen. Die Imagewerbung, die mit den Weltcups einhergehen ist enorm – für die Region, den Thüringer Wald und nicht zuletzt für den Freistaat Thüringen weit über die Landesgrenzen hinaus. (rk)


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