Oberhof/Suhl – Der Zweckverband Thüringer Wintersportzentrum engagiert sich gemeinsam mit ThüringenForst sowie weiteren Partnern und regionalen Unternehmen für nachhaltige Ausgleichs- und Ersatzprojekte in Natur und Umwelt. Die Maßnahmen stehen unter anderem im Zusammenhang mit Sanierungs- und Modernisierungsvorhaben an den Spitzensport- und Freizeitsportstätten in Oberhof. Gleichzeitig leisten sie einen wichtigen Beitrag zur langfristigen Stabilität und Zukunftsfähigkeit des Thüringer Waldes.
Ein aktuelles Beispiel für dieses Engagement ist eine Online-Kampagne des neu eröffneten Fritzpark in Zella-Mehlis. Der Freizeitpark nutzt das wachsende Interesse seiner Gäste und Besucher, um geschädigte Waldflächen gezielt mit neuen, klimaangepassten Baumarten aufzuforsten. Umgesetzt wird das Projekt in Kooperation mit dem Moosbachtal e.V. und dem Bauunternehmen Wenk aus Themar.
Nachhaltigkeit im Fokus
In der ersten Juniwoche wurden nun mit Unterstützung von ThüringenForst und des Thüringer Wintersportzentrums die ersten Baumsetzlinge am Rande der LOTTO Thüringen Arena am Rennsteig gepflanzt. Zum Einsatz kamen unter anderem Weißtanne, Rotbuche, Bergahorn, Lärche und Douglasie — Baumarten, die dazu beitragen sollen, einen widerstandsfähigen Wald zu entwickeln.
„Wir pflegen mit dem Thüringer Wintersportzentrum bereits seit vielen Jahren eine vertrauensvolle Zusammenarbeit. Gemeinsam wollen wir den Wald der Zukunft voranbringen. Pflanzaktionen wie diese — ob mit Sportlerinnen und Sportlern, Fans, regionalen Firmen oder Partnern — sind enorm wichtig, um zudem das Bewusstsein für die Entwicklung eines klimastabilen Bergmischwaldes weiter zu stärken“, sagt Förster Ronny Eckhardt.
Nachhaltigkeit und Umweltverantwortung sind in der Arbeit des Zweckverbandes verankert. Allein im Rahmen der Biathlon-Weltmeisterschaften 2023 wurden mehr als 20 Ausgleichs- und Naturschutzmaßnahmen in Oberhof und der umliegenden Region umgesetzt. Neben Aufforstungen zählten dazu unter anderem das Anlegen von Biotopen, Böschungsbepflanzungen, Felswandpflege, Entsiegelungsmaßnahmen sowie Projekte zum Trinkwasserschutz.
Ziel dieser Projekte ist es, Natur und Umwelt langfristig zu stärken, natürliche Ressourcen verantwortungsvoll zu nutzen und das Bewusstsein für nachhaltiges Handeln weiter zu schärfen.
Besondere Verantwortung
„Unsere Sportstätten liegen nicht nur im Grünen Herzen Deutschlands, sondern zugleich in einer Trinkwasser- und Naturschutzzone. Nicht zuletzt deshalb ist es für uns eine besondere Verantwortung. Beim Naturschutz, beim nachhaltigen Energie- und Schneemanagement sowie bei ressourcenschonenden Entwicklungen haben wir uns hohe Ziele gesetzt — nicht nur zu Weltcups und Großveranstaltungen, sondern in unserer täglichen Arbeit“, sagt TWZ-Geschäftsführerin Sylvia Böhm.
Dass die bisherige Arbeit und die neuen Kooperationen im wahrsten Sinne des Wortes Früchte tragen, zeigt der Blick auf den Thüringer Wald. Gerade in der aktuellen Jahreszeit präsentiert er sich rund um Oberhof — im Vergleich zu vielen anderen Regionen des Landes — in saftigem, überwiegend gesundem Grün. Dieses Bild ist Ansporn und Verpflichtung zugleich, den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzugehen. (rk)
