Oberhof feiert seine Everest-Premiere

48 Mal musste die LOTTO Thüringen Schanzenanlage im Kanzlergrund auf zwei Rädern passiert werden, um sinnbildlich auf die Höhenmeter des Mount Everest zu kommen. Foto: Christian Heilwagen
48 Mal musste die LOTTO Thüringen Schanzenanlage im Kanzlergrund auf zwei Rädern passiert werden, um die Höhenmeter des Mount Everest zu "erklimmen". Foto: Christian Heilwagen

8.976 Höhenmeter, 360 Kilometer und 48 Mal Tambacher Straße: Bei der ersten Everest Challenge in Oberhof gingen Körper und Kopf ans Limit.

Oberhof – Nach 9 Stunden, 23 Minuten und 9 Sekunden war der Gipfel erreicht: Robert Müller vom VCR Regensburg bezwang bei der Premiere der Everest Challenge Oberhof auf dem Rennrad den symbolischen „Mount Everest“ – mitten im Thüringer Wald.

Der 40-Jährige sammelte beeindruckende 8.976 Höhenmeter und absolvierte dabei eine Gesamtdistanz von 360 Kilometern. Dafür musste er die eigens gesperrte Tambacher Straße im Kanzlersgrund ganze 48 Mal erklimmen. Die Strecke führte vorbei an der imposanten LOTTO Thüringen Schanzenanlage, hinauf zum Grenzadler und weiter bis in den Eventbereich der LOTTO Thüringen ARENA am Rennsteig. In die zeitliche Wertung gingen jeweils nur die Anstiegsfahrten ein.

„Es ist nicht nur eine Challenge für den Körper, sondern vor allem auch für den Kopf. Über 14 Stunden im Sattel zu sitzen, um einen durchschnittlichen Anstieg von 5 Prozent zu bezwingen, fordert dir alles ab“, sagt Organisator Michael Fuchs. Der Dortmunder, begeisterte Triathlet und mehrfache Ironman-Starter, ergänzt: „Die volle Distanz ist zweifellos eine Grenzerfahrung. Umso mehr ziehen wir den Hut vor allen Starterinnen und Startern, die sich dieser Herausforderung gestellt haben.“

Erfurter Quartett überzeugt im Team

Auch in der Team-Wertung wurde Großes geleistet: Den Sieg sicherte sich das Erfurter Team Bachus Bike. Das Quartett mit Niklas Gathof, Konstantin Götze, Hendrik Dombek und Daniel Gottschalk absolvierte die 48 Runden in starken 7:54:24 Stunden.

Neben der Volldistanz, für die Startschuss bereits am Sonntagmorgen um 4:00 Uhr fiel, gingen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch über den Half Everesting mit 4.424 Höhenmetern sowie Quarter Everesting mit 2.212 Höhenmetern an den Start.
 
„Auch, wenn nicht alle das Ziel erreicht haben und die Beine aktuell sicher unheimlich schwer sind, zeigt uns die extrem positive Resonanz: Wir haben hier ein Event geschaffen, auf dem wir aufbauen können und wollen. Oberhof bietet dafür eine großartige Plattform“, resümiert Michael Fuchs. (rk)